Aktuelles

 Was lange währt wird endlich gut!
Fröhliches Waden-Raten! 
Die Spartenleitung geht schmerzverzerrte Wege!

Allgemeines

Die SG Stern Bremen ist der Bremer Zweig der Daimler Sportgemeinschaft
Ende 1989 hat sich die Laufgruppe innerhalb dieser Sportgemeinschaft in Bremen gegründet. Ziel war es, den bereits vorhandenen losen Verbund von Läufern in einer organisierten Gemeinschaft zusammen zu führen. Die SG Stern Bremen bot sich dafür mehr als an, da wir uns alle dem "Stern" verbunden fühlten und fühlen. Heute sind auch sog. "Externe", also Nicht-MitarbeiterInnen von Mercedes-Benz in Bremen in der Gemeinschaft herzlich willkommen.

Wo wir uns treffen / trainieren


Wir parken und treffen uns am Einkaufszentrum "Hansa Carree" in Bremen / Hastedt,
immer Dienstags, immer kurz vor 17:00 Uhr s.t.
.

Die "Standardrunde" ist ca. 14 km lang, es kann aber auch abgekürzt werden
(der Rote Pfeil markiert das Weserwehr).
.

Hier z.B. eine Strecke mit ca. 4 km.

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.

Die Strecke 14 km, auch als Satelitenbild, ist außerdem gespeichert bei
jogmap.de, nach Registrierung und Anmeldung zu finden unter Ort: Bremen, Läufer YapYap, Streckenname: "Rund um den Werdersee". Auch zu finden ist hier "Erster schneller Km Werdersee" und "Schneller Km Werdersee".
Gästebuch

Wann wir uns treffen

Immer am Dienstag, pünktlich um 17:00 Uhr s.t. geht es hier (anklicken!) los (keine Voranmeldung erforderlich, es ist immer jemand da (außer in der Ferienzeit, da lieber vorher fragen).
Aufgrund der unterschiedlichen Leistungsstufen der LäuferInnen teilen wir uns in mehrere Gruppen auf, so dass jeder in einer seiner Leistung entsprechenden Geschwindigkeit laufen kann. Bei uns läuft niemand allein (außer auf eigenen Wunsch, z.B. einer erforderlichen Abkürzung der Laufstrecke).

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.
 

Wieviel wir trainieren

Die Laufstrecke um den Werdersee ist ca. 14 km lang. Es besteht aber die Möglichkeit (je nach Befinden) abzukürzen (5 km, 7 km, 10 km).
Bei Vorbereitung auf einen Marathon wird die Strecke von einigen Läufern auch gerne 2x gelaufen.

Wir laufen zur Arbeit

Einmal in der Woche laufen einige unserer Mitglieder zu Fuß zur Arbeit. Dieser spezielle Lauf findet immer am Donnerstag oder Freitag, nach Absprache, um 5:30 Uhr ab Bahnhof Barrien (Syke) statt. Die Gruppe hat sich auch schon einen Namen gegeben: "Lauf der Arbeit". Gerne kann man auch auf der Strecke dazu stoßen, wie es Mitglied Günter S. bereits tut, er startet ab Seckenhausen und läuft der Gruppe entgegen, um dann gemeinsam weiter zu laufen, denn so kann man sich nicht verpassen! Der Lauf endet bei Mercedes-Benz, Werk Bremen, Tor 1 oder Tor 7. Für Werksangehörige besteht die Möglichkeit auf dem Gelände von Mercerdes-Benz zu duschen. Wer Interesse hat, dieses Erlebnis mit den Läufern des Lauftreffs zu teilen, meldet sich bitte beim Spartenleiter Olli.


Streckenverlauf:
Start: Bahnhof Barrien (Syke) über Weyhe, Leeste, Leester Marsch, zur Weser (Höhe Autobahnbrücke), Werdersee, Weserwehr, Hansa Carree, Hemelinger Tunnel, Daimler Tor 1 / Tor 7. Es kann auch entgegen gelaufen werden.
Gästebuch

Wir sind Tool Runnings

Unsere Laufgruppe Tool Runnings hat einen eigenen Blog.

Werderseepokal

Den Werderseepokal erhält derjenige Läufer (Bedingung: Mitglied der SG Stern Laufgruppe), der innerhalb eines Jahres (vom ersten Dienstag im November bis letzten Dienstag im Oktober) am Trainingstag (also immer Dienstags) anwesend war und mindestens einmal das sog. "Ohr" gelaufen ist. Der Pokal soll Ansporn für eine regelmäßige Teilnahme am Dienstag sein.
In den vergangenen Jahren haben den Pokal gewonnen:

1996 Hans K.
1997 Hans K.
1998 Olli
1999 Hans K.
2000 Olli
2001 Klosi
2002 Klosi
2003 Ludger H.
2004 Klosi
2005 Matthias D.
2006 Klosi
2007 Matthias D.
2008 Ludger H. und Klosi (Tabelle Saison 2007 / 2008)
2009 Markus J. (Tabelle Saison 2008 / 2009)
2010 Bernado B.R. (Tabelle Saison 2009 / 2010)
2011 Matthias D. und Klosi (Tabelle Saison 2010 / 2011)
2012 Olli (Tabelle Saison 2011 / 2012)
2013 Uli (Tabelle Saison 2012/2013)
2014 Uli (Tabelle Saison 2013/2014)
2015 Jola B. (Tabelle Saison 2014/2015)
2016 Jola B. (Tabelle Saison 2015/2016)


Somit führt Klosi diese Liste mit bereits 6 gewonnenen Pokalen an.
Über die Jahre war allerdings Gründungsmitglied und langjähriger Spartenleiter Olli das Mitglied mit den meisten Strichen für Anwesenheit und Läufe, zumindest was die Mitglieder angeht.
Damit wir den Überblick behalten, haben wir eine "Ewige Bestenliste".
Gästebuch

2017 5. WiBoLT

Was wir hinter uns haben

5. WiBoLT 2017

Nachdem ich letzes Jahr nach etwa der Hälfte der Strecke des WiBoLT's aufgeben musste, rief auch dieses Jahr zum Abschluss der Frühjahrs-Lauf-Saison der Rhein...STEFAN!!! 

4. WiBoLT 2016

Insgesamt war ich zwar nicht in der gleich guten Form wie letztes Jahr, dazu hatte ich in letzter Zeit sowohl beruflich als auch privat einiges, zum Teil Unangenehmes aber auch viel Schönes, um die Ohren. Aber ich hatte auch einiges an Erfahrung bezüglich längerer Ultras mit einem großen Eigenverpflegungsanteil gewonnen, eine bessere Streckenkenntnis (den zweiten Teil des Rheinsteigs bin ich weitgehend mit meinem Lauffreund Winfried vor Ostern abgewandert) und auch bessere bzw. passendere Ausrüstung. Leider war Winfried dieses Jahr nicht beim WiBoLT mit dabei, er konzentrierte sich läuferisch auf den Deutschlandlauf und ich habe ihn am Rhein vermisst.
Start für die 320km war Mittwoch, 14.06.17, um 18 Uhr in Wiesbaden (die Extended Combined Version mit 555km war bereits seit Montag unterwegs) und wieder war für ein Live-Tracking gesorgt (was einige der Laufgruppe auch verfolgten, was mich sehr gefreut hat!). 
Ziel für mich war "einfach" nur das Finishen, d.h. am Sonntag um 12 Uhr, d.h. nach 90 Stunden für die 320km gut 11.000 Höhenmeter, musste ich dann in Bonn sein. Ich wolltee mir alle Mühe geben, aber gereicht hat's trotzdem nicht.
Der Rhein ruft... Am Start in Wiesbaden-Biebrich
Der Mittwoch, der Tag des Starts, war sonnig, die Anreise per Zug von Bremen nach Wiesbaden verlief entspannt und vom Bahnhof Biebrich zum Start war es nur Rund eine Viertelstunde zu Fuß.
Läuferbriefing durch Veranstalter Michael Eßer
Am Start sammelten sich immer mehr Läufer, nahmen ihre Startnummer entgegen, zogen sich um und befestigten den Live-Tracker. Schliesslich gab es noch ein kurzes Läuferbriefing durch "Mr. WiBoLT" Michael Eßer und dann wurden die Läufer auf die Strecke geschickt.
Gazellenherde in den Weinbergen über Wiesbaden
Gerade in Wiesbaden hatte ich noch eine gute Erinnerung an die Strecke und die Gefühle vom letzten Jahr. Vergleichbar langsam wurde losgetrabt und ich blieb lange in einer Gruppe von Läufern, als wir die Weinberge des Rheingaus erklommen.
Irgendwo im Rheingau
Der erste Verpflegungspunkt im Kurort Schlangenbad war nach nicht mal 18 Kilometer erreicht, das sagte noch nichts aus. Ich hatte mir, basierend auf meinen Datenaufzeichnungen aus dem letzten Jahr, einen Plan gemacht, bis wann ich etwa bei welchem Verpflegungspunkt sein wollte und wie lange ich mich dort ausruhen konnte. OK, war im Plan, aber es waren ja noch 300km zu laufen und der schwierige Teil ging ja erst ab Rüdesheim los, also weiter (trotzdem aber auch ein Dank an das Team vom Verpflegungspunkt Schlangenbad!).
VP 1 in Schlangenbad
Von Schlangenbad ging es dann in die Nacht und in den mit 37 Kilometern längsten Abschnitt ohne Verpflegungspunkt. Aber die Nacht war unterhaltsam, ich hatte fast immer läufereische Begleiter, die Strecke war abwechslungsreich, an Klöstern vorbei, mit tollen Ausblicken von den Anhöhen des Rheingaus auf schlafende Winzerdörfer und den Rhein. Bisweilen überholten wir Teilnehmer der "Extended Combined Version", bei der satte 555 Kilometer zu laufen waren.
Blick vom Niederwalddenkmal in Rüdesheim auf Bingen am Rhein
Beim Verpflegungspunkt in Rüdesheim mit Blick auf Bingen am Rhein genoss ich die Aussicht, war aber etwas in Sorge, da schon der Morgen dämmerte - das Dämmern sah ich letztes Jahr an dieser Stelle noch nicht, war aber dennoch im Zeitplan. Auch hatte ich Appetit und weiter ging es alleine, da mein Begleiter noch etwas am VP bleiben wollte.
Blick auf den Rhein
Von nun an wurde es bergig, der Rheinsteig nimm jedes Seitental mit, und so würden dann irgendwann hoffentlich 11.700 Höhenmeter zustande kommen. Oben wurde man jedoch immer mit schönen Ausblicken auf den Rhein mit seinen Ausflugsdampfern sowie vielen Burgen belohnt.
Nicht immer war es so eben und schattig
Es wurde war, sehr warm! Gegen Nachmittag merkte ich, dass ich mein Tempo vom letzten Jahr nicht halten konnte. Die Sonne brannte bei jedem Aufstieg auf den Rücken und ich musste eine Entscheidung bezüglich meiner ersten längeren Rast mit Schlafpause machen. Die ursprüngliche Planung war, in Oberkestert bei Kilometer 136 (wie letztes Jahr) ein paar Stunden zu schlafen, aber ich kannte die Anstiege, die zwischen der Loreley und Oberkestert noch zu überwinden waren, und das wollte ich lieber bei angenehmeren Bedingungen in Angriff nehmen. Also nahm ich doch den Stopp an der Loreleyschule, wo eine Turnhalle mit Matten zum Schlafen, Duschen und ein Vorraum mit der Verpflegung und aufmunternden Worten der Helfer zur Verfügung standen.
In der Ferne war Gewittergrummeln zu hören, und man merkte schon, dass sich die Temperaturen abkühlten.
Nach zweieinhalb Stunden Schlaf machte ich mich mit einem Laufkollegen um 22 Uhr wieder auf in die Nacht. Erst ein langer Abstieg von rund 150 Höhenmetern nach St. Goarshausen, dann praktisch wieder alle Höhenmeter nach oben, zum Vierburgenblick (die Burgen waren sehr schön beleuchtet), und dann gleich wieder runter, und wieder hoch. Oberkestert schien nicht zu 'kommen', meinen Laufkollegen plagten Blasen. So lange hatte ich doch die Strecke nicht in Erinnerung?
Ab Oberkestert, gestärkt durch eine ordentliche Portion Pasta, ging es dann alleine weiter. So im Großen und Ganzen war ich fast wieder im Plan, hatte ja nur einen VP früher als letztes Jahr geschlafen.
Nach nur 12 Kilometern kam Kamp-Bornhofen, wo letztes Jahr ein Verpflegungspunkt, aber dieses Jahr nur eine "Wasserstelle" war. Aber man sparte sich den Umweg zu dem VP. Hier kam nun endlich, bei dem Örtchen Filsen, die größte Rheinschleife und man konnte einige Zeit relativ eben laufen. Hier hatte ich mir letztes Jahr im kontinuierlichen Landregen auf den schmalen Pfaden bei hohem, nassen Gras links und rechts einen bösen Wolf gelaufen. Dieses Jahr war es trocken und das Gras war gemäht.
Braubach und damit Kilometer 160 in Sicht
Ein neues Problem war in den beiden mehr oder weniger durchgelaufenen Nächten aufgetaucht: Obwohl sparsam eingesetzt, hielten die Batterien für die Stirnlampe nur eine Nacht durch. Ich brauchte neue Batterien!!! Wieder war eine Entscheidung zu treffen, in Braubach, bei Kilometer 160, war neben dem Verpflegungspunkt im Rathaus ein Supermarkt, da würde ich Nachschub besorgen. Aber dadurch auch etwas (im Endeffekt etwa eine Viertelstunde) an dringend notwendiger Ruhepause verlieren.
Nach etwas Schlaf ging es dann wieder weiter. Ich hatte nun auch mein Minimalzahl erreicht: Mindestens so lang zu laufen, wie letztes Jahr. Nun stand nach der Überquerung der Lahn die urige Rupertsklamm an, ein enge, felsiges Bachtal, in dem auf rund 2 Kilometern 235 Höhenmeter zu überwinden waren.
Am VP Lahnstein (Kilometer 171)
Am Ende der Klamm warteten Mitarbeiter vom Tourismusbüro Lahnstein. Der Verpflegungspunkt war für mich einer der Höhepunkte des WiBoLTs, sowohl was Versorgung als auch Motivation angeht!

Weiter ging's, nur wenige Minuten vor mir war Petra und ich wollte nicht so gerne alleine laufen, gerade, wenn wieder die Nacht anstand. Noch war es aber nicht soweit und nach einigen weiteren Steigerungen erreichte ich schließlich Koblenz, erklamm die Festung Ehrenbreitstein und holte schließlich auch Petra ein. Ich war aber doch so langsam unter zeitlichem Druck, morgen, am Samstag um 6 Uhr, musste ich den VP Feldkirchen (bei Neuwid, Kilometer 231) wieder verlassen haben und der nächste Verpfelgungspunkt Vallendar kam und kam nicht, die Strecke zog sich wie Kaugummi. Noch dazu hatte ich es so in Erinnerung, dass es um Neuwid relativ flach war. War es vielleicht auch, aber es gab trotzdem einige tiefe Bachtäler mit tüchtigen Steigungen von jeweils rund 100 Höhenmetern.

Gerade noch, bevor der Verpflegungspunkt in Vallendar abgebaut wurde, kamen wir an. Nach uns waren jedoch noch eine Reihe anderer Läufer, aber die letzten 27 Kilometer zwischen Lahnstein und Vallendar hatten sich für mich gezogen. Der lange Abstand zwischen den Verpflegungspunkten wurde gerade bei langsamen Vorwärtskommen zu einer mentalen Herausforderung! Zudem war ich trotz ausgiebiger Schmiererei  an den neuralgischen Stellen etwas wund gelaufen, aber zum Glück bei weitem nicht so schlimm wie letztes Jahr.

Langsam wurde es Nacht, aber ich musste Petra ziehen lassen, da ich dann noch Durchfall bekam und länger austreten musste. Kurz vor Rengsdorf bekam ich dann auch mental die Krise, ich schien gar nicht voran zu kommen, hatte auch keine Kraft mehr und mein Körper schien keine Nährstoffe aufgenommen zu haben. Als dann endlich Rengsdorf in Sicht war, war mir klar, dass ich es nicht schaffen würde. Eventuell gerade noch rechtzeitig bis nach Feldkirchen, aber aufgrund der Cut-Off-Zeit ohne die Möglichkeit, dort zu schlafen und seit Mittwoch Abend hatte ich knapp 3 Stunden geschlafen. Und jetzt war immerhin...was für ein Tag denn??? Äh, ah, Freitag, kurz vor Mitternacht. Cut-Off in Feldkirchen war in gut 6 Stunden, aber noch war ich noch nicht an der Verpflegung in Rengsdorf, von der ich wusste, dass sie am anderen Ende des Orts war, bis dahin brauchte ich auch noch Zeit. Ich würde zu wenig Schlaf in Feldkirchen bekommen.

Ich entschied mich dann auszusteigen und eine Ablkürzung zum Verpflegungspunkt zu nehmen. Diesmal fiel die Entscheidung umso härter, weil es nicht so ganz eindeutig war, ohne den Durchfall und mit etwas mehr Schlaf in Aussicht hätte (hätte, Fahrradkette) ich es wohl noch probiert. Aber immerhin hatte ich meinen persönlichen Rekord über meine längste am Stück gelaufene Distanz auf rund 215 Kilometer erhöht. Vielleicht ruft der Rhein nächstes Jahr ja erneut? Warten wir es ab!

Stefan S.

2017 14. 24 Stunden Burginsellauf Delmenhorst

Was wir hinter uns haben
Männerstaffel
Mixed-Staffel
24-Stundenlauf in Delmenhorst? 
Klingt ja ganz interessant, aber ist das nicht völlig verrückt? Bereits im letzten Jahr hatte ich von der Veranstaltung gehört, allerdings zog es mich doch lieber zur Kieler Woche. In diesem Jahr lässt mich eine Verletzung zögern teilzunehmen, doch die Reaktionen von Kollegen, die letztes Jahr mitgelaufen sind: "Einmal und nie wieder" lassen meine Neugierde wachsen und so beschließe ich die Läuferinnen und Läufer mental zu unterstützen. Bis Freitagabend weiß ich nur, dass die Veranstaltung in Delmenhorst an der Graft stattfindet und Samstag um 12.00 Uhr beginnt und am Sonntag um 12.00 Uhr endet. Ich plane so gegen 18.00 Uhr dort aufzutauchen, damit ich mindestens bis zum Feuerwerk um 22:45 Uhr durchhalte. Doch meine Neugier bringt mich dazu schon am Nachmittag aufzubrechen.
Zeltlager Atmosphäre
Das Zelt der SG Stern ist nicht zu übersehen. Es ist das einzige grüne Zelt auf dem Platz und die vertrauten Fahnen der SG Stern stehen gut sichtbar davor. Mein erster Eindruck: "Das sieht ja ganz gemütlich aus." Die Läuferinnen und Läufer haben zwei Pavillons aufgebaut und ein üppiges Grillbuffet steht bereit, sogar an eine romantische Lichterkette wurde gedacht. In dem großen grünen Zelt befinden sich Feldbetten und jede Menge Taschen mit Wechselklamotten und irgendwie fühle ich mich in meine Jugend zurückversetzt, in denen einige Wochenenden in ähnlichen Zelten verbracht wurden. In mir wächst der Gedanke im nächstens Jahr ebenfalls mitzulaufen!!!
Es folgt eine sehr herzliche Begrüßung und im "Camp" herrscht – auch nach bereits fünf Stunden Laufen - eine besondere Atmosphäre aus Anspannung und Gemütlichkeit. Die Läuferinnen und Läufer erklären mir den Laufmodus und so langsam bekomme ich eine Ahnung, was es heißt beim 24-Stundenrennen mitzumachen!!! Insgesamt sind 19 Teilnehmer für die SG Stern and friends am Start. Es gibt eine Männerstaffel mit neun Leuten und eine Mixed-Staffel mit zehn Personen. Diese haben sich wiederum in 2er und 3er Teams eingeteilt und laufen jeweils ein bis zwei Stunden durch. Ehrlich gesagt habe ich das Prinzip immer noch nicht so ganz verstanden, daher mache ich mich auf den Weg zur Laufstrecke, wo ich auf weitere Kollegen und Mitläufer treffe. Außerdem sind hier einige Essensbuden, Toilettenwagen, Musik und ein Zelt mit Fernseher aufgestellt, in dem man die aktuelle Platzierung inkl. gelaufener Kilometer und schnellster Runde sehen kann. So langsam dämmert mir, dies ist kein Kindergeburtstag...
Staffelstabübergabe
Der erste Läufer eines Teams startet auf die 1,205km lange Tour und übergibt dann den Staffelstab an den nächsten. Dieser übergibt nach seiner Runde an den nächsten und dieser wieder auf den ersten Läufer. Jeder Läufer muss nach einer Runde das Staffelholz weitergeben und das ganze wiederholt sich für ein bzw. zwei Stunden. Dann ist das nächste Team an der Reihe und die ersten drei Läufer haben Zeit um zu duschen, was zu Essen und sich auszuruhen. Schon jetzt beginnt mein Respekt für die Läufer zu wachsen. Was mich jedoch völlig aus der Bahn bringt, das sind die Einzelläufer! Da sind 118 Männer und Frauen, die die kompletten 24 Stunden alleine bestreiten?! Klar, die laufen nicht die ganze Nacht durch und sind langsamer unterwegs als die Staffelläufer, doch der Erste hat es auf beachtliche 202km gebracht. Wie man seinen Schweinehund dafür überwinden kann ist mir nach wie vor ein Rätsel?! Vielleicht muss man dafür doch etwas verrückt sein? Ich jedenfalls könnte mir gut vorstellen auch im nächsten Jahr wieder als Zuschauer dabei zu sein. Das ist nicht ganz so anstrengend…

Doch zurück zur SG Stern and friends Truppe. Um den Anreiz für eine schnelle Runde (unter 4.00 min) zu erhöhen werden die ersten Geldangebote gemacht und auch sonst ist die Stimmung sehr locker und entspannt. Als es auf Mitternacht zugeht kommt bei dem ein oder anderen ein kleines Tief durch, doch die Teammitglieder tauschen untereinander nochmal die Reihenfolge und entlasten diejenigen, die gerade etwas längere Pausen benötigen. Und so laufen sie stoisch ihre Runden.  Gegen 2:30 Uhr übermannt dann auch mich die Müdigkeit und ich verabschiede mich von den Sportlern. Zu Hause angekommen checke ich aber doch nochmal die aktuelle Platzierung der Staffeln bevor ich einschlafe. Um 8:00 Uhr klingelt bereits wieder der Wecker und mein erster Gedanke gilt den tapferen Läufern, die maximal nur vier Stunden Pause zum Duschen und Schlafen haben und nun schon wieder - oder besser gesagt, immer noch - am Laufen sind. Der Gedanke auch im nächsten Jahr wieder "nur" als Besucher dabei zu sein nimmt wieder Überhand.
Auf zur letzten Runde!
Als ich dann aber auf einem Foto in das glückliche Gesicht einer Läuferin blicke, die auf dem Weg zu ihrer letzten Runde ist, fällt mir folgender Spruch eines Kollegen ein: "Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!" Und Stolz können die Läuferinnen und Läufer allemal auf sich sein. Mit insgesamt 271 Runden (326,672 km) und 230 Runden (278,196 km) landen die SG Stern and friends-Teams auf dem 5. Platz in der Männerwertung und auf dem 15. Platz im Mixed-Wettbewerb.
Vielleicht muss man etwas verrückt sein um am 24-Stundenlauf teilzunehmen, aber es ist definitiv eine ganz besondere Veranstaltung, die mit viel Teamgeist zu einem wahren Erlebnis werden kann.

Herzlichen Glückwunsch an die Läuferinnen und Läufer für diese beachtliche Leistung!!

Sarah K.

2017 B2Run Bremen

Was wir hinter uns haben

Das war der 2017 B2Run Bremen, verdonnert, verblitzt, verregnet, verschoben und doch veranstaltet!
Wie schon 2016 nahm das Mercedes-Benz Werk Bremen der Daimler AG mit einer großen Anzahl (gemeldet waren 588) Läuferinnen und Läufer an der Veranstaltung B2Run in Bremen teil. Damit stellte das Werk die größte Gruppe. Wir, die Laufgruppe der SG Stern, haben tatkräftig bei der Ausgabe der Startunterlagen unterstützt. Natürlich sind einige von uns auch mitgelaufen, sogar der 3. Platz in der Gesamtwertung wird von einem Läufer der Laufgruppe SG Stern Bremen belegt, Sebastian Kohlwes! Sebastian hat es zu einem hohen Bekanntheitsgrad in der Region rund um Bremen gebracht, seine Leistungen sind bemerkenswert. Die Veranstaltung stand allerdings unter keinem guten Stern. Mehrere Startverschiebungen aufgrund der unübersichtlichen Wetterlage (Gewitter) sorgten bei den Sportlern für Frust. Schließlich, um 20:00 Uhr, wurde dann doch der Startschuss gegeben. Auf der Strecke erwischte die Läufer dann doch ein Schauer, Gewitter blieb aber aus. Nach dem Lauf war es für viele einfach zu feucht und der angebotene Treffpunkt im Weserstadion blieb weitestgehend nur ein Durchlaufpunkt und lud nicht zum Verweilen ein. Hoffentlich wird es nächstes Jahr nicht dazu führen, dass einige Sportler gar nicht erst antreten. Jedenfalls, einen großen Dank an das Mercedes-Benz Werk Bremen und die Daimler BKK für die Unterstützung und Organisation für die Mercedes-Läufer. Es hat alles sehr gut geklappt und für das Wetter können alle nichts. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr wieder?
https://goo.gl/photos/KM2NDXHiYkjk7R4i8
Zum Fotoalbum auf das Bild oder hier anklicken > KLICK <

2017 Europamarathon in Görlitz

Was wir hinter uns haben

Das lag Joachim L. auf dem Herzen, ein Bericht vom Europamarathon in Görlitz, der ihm ausgesprochen gut gefallen hat und er daraufhin einen Bericht in die Tasten gehauen hat:

Europamarathon in Görlitz

Die Kombination war verlockend, so dass es in diesem Jahr für mich den Halbmarathon in Görlitz als
Laufevent neben dem Halbmarathon in Bremen und Hannover gab.
Die Kombination für meine Frau und für mich bestand in diesem Fall aus Kurzurlaub mit Städte- und Landschaftserkundung für uns beide und einem Halbmarathon für mich.
Die Stadt Görlitz und die ganze Umgebung hat eine ganze Menge zu bieten, die Stadt selbst wurde im zweiten Weltkrieg zum Glück nur sehr wenig zerstört, so dass es eine ganze Menge historische Fassaden zu sehen gibt. Da das in Deutschland einzigartig ist, wird das von vielen Filmemachern genutzt. Hier wurden beispielsweise grosse Teile des Films „the monument men“ gedreht.
Obermarkt in Görlitz
Ein kleiner Abendspaziergang führt über die Neisse nach Polen und wieder zurück, der Landeswechsel über die Neisse ist unspektakulär und selbstverständlich.

Lohnenswert war für uns ein Besuch beim „heiligen Grab“, einer Kopie des heiligen Grabes aus Jerusalem, die dadurch, dass sie über die Jahrhunderte viel weniger und seltener zerstört wurde als das Original, einen realistischen Eindruck wiedergibt. Die Kopie ist in diesem Falle näher am Original als das Original selbst.

Ein Tag hat uns mit der Bahn die Neisse entlang nach Zittau geführt und von dort mit der Schmalspur-Dampflok nach Oybin. Dort gibt es eine Burg- und Klosterruine, die einen Besuch wert ist.
Schmalspur-Lok
Der letzte Ausflug vor dem Lauf ging nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park. Mit Fahrrädern vom Verleih wurde der erkundet (die Beine sollten ja nicht überstrapaziert werden).
Pückler-Park
Im Mittelpunkt des Himmelfahrt-Wochenendes sollte für mich aber der Halbmarathon stehen, der jährlich im Rahmen des Europa-Marathons stattfindet.
Die Stadt Görlitz wird durch die Neisse geteilt, der polnische Teil der Stadt heisst Zgorzelec und - Europa sei Dank - präsentieren sich beide Städte gemeinsam als „Europa-Stadt“. Der Marathon führt damit durch Deutschland und durch Polen. Der Halbmarathon bleibt im deutschen Teil.

Am Samstag ging es dann zum Abholen der Startunterlagen in das örtliche Gymnasium. Es machte den Anschein, als ob der halbe Ort aktiv dabei ist, jedem ein schönes Lauferlebnis zu bieten. Der eine hieß die Läufer willkommen, der nächste zeigte nochmal, wo es welche Unterlagen gibt, die dann auch schnell zur Hand waren; eine kleine Laufexpo gab es und preiswerte und sehr gute Laufshirts. Und natürlich hing eine Übersichtskarte aus, an der sich der Lauf (und das Höhenprofil) erkunden ließ. Diese Landkarte mit Höhenprofil vom Halbmarathon hat meine Laufuhr aufgezeichnet.
Strecke und Profil
Der Lauftag am Sonntag war dann ein farbenfrohes und buntes Fest. Den halben Tag gab es irgendwo einen Start oder einen Zieleinlauf, es sind dabei: ein 5km-Lauf, ein Kinderlauf, ein Birkenstock-Lauf, 10km, Halbmarathon, Marathon, Inliner-, Handbike- und Einradhalbmarathon, die durchgeführt werden.

Um 9:10 Uhr waren die ca. 130 Marathonis auf der Strecke, zunächst Richtung Neisse und Zgorzelec, um 9:20 Uhr ging es dann auch für mich und die übrigen ca. 250 Halbmarathonis auf die Piste.
Bislang bin ich nur Flachland-Läufe gewohnt, so dass die ca. 180 Anstiegsmeter in den ersten 10km Laufstrecke bei Gegenwind ungewohnt waren. Zudem wusste ich, dass der „Weinhübel“ als letzter Anstieg wartet. Nebenbei bin ich ein echt schlechter Bergab-Läufer (meine Wade hat das noch zwei
Tage danach gemeldet!). An der Strecke, die durchweg über öffentliche Straßen führte, gab es ca. alle 2km Verpflegung und Getränke. Das fand ich  außergewöhnlich viel und echt angenehm, zumal es mit 25°C am Start um 9:20 Uhr schon ziemlich warm war. Nach der Hälfte der Strecke hatte sich das
Feld auseinandergezogen. Noch nie bin ich bei einer Laufveranstaltung mit so wenigen Läufern um mich herum unterwegs gewesen.

Zum Zieleinlauf geht’s nochmal 500m leicht bergan, meine Zeit am Ende war langsamer als vorher geschätzt; mein Lerneffekt hier war, dass die Einstellung auf das Streckenprofil und das Einteilen der Strecke mehr Zeit gekostet hat, als meine Leistungsfähigkeit an Möglichkeiten hergegeben hätte; im Ziel hatte ich noch reichlich Reserve und war auch schnell wieder fit, auch wenn das hier
Noch nicht wieder fit
noch nicht so aussieht.
Nach dem Lauf ging es nochmal ins Hotel, obwohl wir schon ausgecheckt waren. Die Betreiber kennen das mit dem Laufen schon und stellen extra für die Laufteilnehmer die dort übernachten eine Dusche, Handtücher, Duschgel und was man sonst noch so braucht zur Verfügung. Das Hotel Meridian, das diesen Service bietet, liegt ca. 300m von Start/Ziel entfernt und war auch sonst eine Prima Adresse. Auf den ersten Blick von außen und den Hinterhof mit den Parkmöglichkeiten vielleicht noch nicht, aber die inneren Werte überzeugen. Wir hatten ein großzügiges und blitzsauberes Zimmer mit Balkon. Das Personal war durchweg superfreundlich und unkompliziert, beim reichhaltigen Frühstück gab es jede Menge frisches Obst, frischen Obstsalat neben den üblichen Dingen. Wer abends noch Wünsche hatte, für den gab es auf dem Flur einen gefüllten Kühlschrank mit allerlei Biersorten und alkoholfreien Getränken, eine Kaffeemaschine, also kurzum: Klasse.

Mal sehen, welcher Lauf der nächste wird (neben Bremen natürlich).

Joachim L.