Allgemeines

Die SG Stern Bremen ist der Bremer Zweig der Daimler Sportgemeinschaft
Ende 1989 hat sich die Laufgruppe innerhalb dieser Sportgemeinschaft in Bremen gegründet. Ziel war es, den bereits vorhandenen losen Verbund von Läufern in einer organisierten Gemeinschaft zusammen zu führen. Die SG Stern Bremen bot sich dafür mehr als an, da wir uns alle dem "Stern" verbunden fühlten und fühlen. Heute sind auch sog. "Externe", also Nicht-MitarbeiterInnen von Mercedes-Benz in Bremen in der Gemeinschaft herzlich willkommen.

Wo wir uns treffen / trainieren


Wir parken und treffen uns am Einkaufszentrum "Hansa Carree" in Bremen / Hastedt,
immer Dienstags, immer kurz vor 17:00 Uhr s.t.
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Die "Standardrunde" ist ca. 14 km lang, es kann aber auch abgekürzt werden
(der Rote Pfeil markiert das Weserwehr).
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Hier z.B. eine Strecke mit ca. 4 km.

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.

Die Strecke 14 km, auch als Satelitenbild, ist außerdem gespeichert bei
jogmap.de, nach Registrierung und Anmeldung zu finden unter Ort: Bremen, Läufer YapYap, Streckenname: "Rund um den Werdersee". Auch zu finden ist hier "Erster schneller Km Werdersee" und "Schneller Km Werdersee".
Gästebuch

Wann wir uns treffen

Immer am Dienstag, pünktlich um 17:00 Uhr s.t. geht es hier (anklicken!) los (keine Voranmeldung erforderlich, es ist immer jemand da (außer in der Ferienzeit, da lieber vorher fragen).
Aufgrund der unterschiedlichen Leistungsstufen der LäuferInnen teilen wir uns in mehrere Gruppen auf, so dass jeder in einer seiner Leistung entsprechenden Geschwindigkeit laufen kann. Bei uns läuft niemand allein (außer auf eigenen Wunsch, z.B. einer erforderlichen Abkürzung der Laufstrecke).

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.
 

Wieviel wir trainieren

Die Laufstrecke um den Werdersee ist ca. 14 km lang. Es besteht aber die Möglichkeit (je nach Befinden) abzukürzen (5 km, 7 km, 10 km).
Bei Vorbereitung auf einen Marathon wird die Strecke von einigen Läufern auch gerne 2x gelaufen.

Wir laufen zur Arbeit

Einmal in der Woche laufen einige unserer Mitglieder zu Fuß zur Arbeit. Dieser spezielle Lauf findet immer am Donnerstag oder Freitag, nach Absprache, um 5:30 Uhr ab Bahnhof Barrien (Syke) statt. Die Gruppe hat sich auch schon einen Namen gegeben: "Lauf der Arbeit". Gerne kann man auch auf der Strecke dazu stoßen, wie es Mitglied Günter S. bereits tut, er startet ab Seckenhausen und läuft der Gruppe entgegen, um dann gemeinsam weiter zu laufen, denn so kann man sich nicht verpassen! Der Lauf endet bei Mercedes-Benz, Werk Bremen, Tor 1 oder Tor 7. Für Werksangehörige besteht die Möglichkeit auf dem Gelände von Mercerdes-Benz zu duschen. Wer Interesse hat, dieses Erlebnis mit den Läufern des Lauftreffs zu teilen, meldet sich bitte beim Spartenleiter Olli.


Streckenverlauf:
Start: Bahnhof Barrien (Syke) über Weyhe, Leeste, Leester Marsch, zur Weser (Höhe Autobahnbrücke), Werdersee, Weserwehr, Hansa Carree, Hemelinger Tunnel, Daimler Tor 1 / Tor 7. Es kann auch entgegen gelaufen werden.
Gästebuch

Wir sind Tool Runnings

Unsere Laufgruppe Tool Runnings hat einen eigenen Blog.

Werderseepokal

Den Werderseepokal erhält derjenige Läufer (Bedingung: Mitglied der SG Stern Laufgruppe), der innerhalb eines Jahres (vom ersten Dienstag im November bis letzten Dienstag im Oktober) am Trainingstag (also immer Dienstags) anwesend war und mindestens einmal das sog. "Ohr" gelaufen ist. Der Pokal soll Ansporn für eine regelmäßige Teilnahme am Dienstag sein.
In den vergangenen Jahren haben den Pokal gewonnen:

1996 Hans K.
1997 Hans K.
1998 Olli
1999 Hans K.
2000 Olli
2001 Klosi
2002 Klosi
2003 Ludger H.
2004 Klosi
2005 Matthias D.
2006 Klosi
2007 Matthias D.
2008 Ludger H. und Klosi (Tabelle Saison 2007 / 2008)
2009 Markus J. (Tabelle Saison 2008 / 2009)
2010 Bernado B.R. (Tabelle Saison 2009 / 2010)
2011 Matthias D. und Klosi (Tabelle Saison 2010 / 2011)
2012 Olli (Tabelle Saison 2011 / 2012)
2013 Uli (Tabelle Saison 2012/2013)
2014 Uli (Tabelle Saison 2013/2014)
2015 Jola B. (Tabelle Saison 2014/2015)


Somit führt Klosi diese Liste mit bereits 6 gewonnenen Pokalen an.
Über die Jahre war allerdings Gründungsmitglied und derzeitiger Spartenleiter Olli das Mitglied mit den meisten Strichen für Anwesenheit und Läufe, zumindest was die Mitglieder angeht.
Damit wir den Überblick behalten, haben wir eine "Ewige Bestenliste".
Gästebuch

2016 Bremer City Triathlon

Was wir hinter uns haben 
Triathlon, der Zweite!

Am Sonntag, den 14. August um 11:30 Uhr war es so weit, vier Staffeln aus dem Mercedes-Benz Werk Bremen trafen sich zum Bremer City Triathlon.
Angemeldet als Mixed Staffel I gingen Astrid, Thomas und Werner an den Start. Dazu kam Mixed Staffel II mit Jenny, Rainer und Martin. Bei den Damen startete Staffel I mit Dipika, Isabelle und Corinna und Staffel II mit Silvia, Alex und Sonja.
Pünktlich um 12:00 Uhr fand die Wettkampfbesprechung statt, anschließend wurden die Räder eingecheckt und die vier Schwimmerinnen machten sich auf zum „Einschwimmen“ im knapp 20 Grad kalten Hafenbecken des Europahafens. Um 12:55 Uhr fiel der Startschuss für die knapp 100 Teilnehmer, die aus dem Wasser heraus auf die 500m lange Schwimmstrecke starteten. Von außen betrachtet ein riesiges Gewusel – zu erkennen waren nur weiße Badekappen und jede Menge aufspritzendes Wasser zwischen den gelben Bojen.
Badekappengewusel
In der Wechselzone machten sich die vier Radfahrer bereits fertig. Nach 8:30 Minuten kamen bereits die ersten Schwimmer angelaufen und übergaben den Staffel-Chip an die Radler. Alle Daimler Schwimmer lagen mit Schwimmzeiten von 10:02 bis 11:27 Minuten relativ nah beieinander und es war klar, dass heute recht weit vorne mitgespielt wurde. Durch die einheitliche Kleidung waren wir stets gut zu erkennen, so liefen die Wechsel von der einen auf die andere Disziplin problemlos.
Jenny vor der Übergabe an den Fahrradfahrer Rainer
Der Radparcour, eine zehn Kilometer lange Strecke in der Überseestadt, für die es einige Straßensperrungen gab, musste zwei Mal umrundet werden. Dabei galt – wie bei Veranstaltungen dieser Art üblich – ein Windschattenfahrverbot. Das heißt, dass sich auf zwölf Meter Entfernung – außer zum Überholen – nicht genähert werden darf.
Alle Radfahrer unserer vier Staffeln hielten sich daran, was eine Zeitstrafe ersparte. Nach 32:23 Minuten kam bereits der erste Radfahrer bei den Mixed Staffeln zurück, dicht gefolgt vom zweiten Radsportler der ersten Mixed Staffel. Genauso gut lief es bei den Frauen. Isabelle kam mit neuer Bestzeit nach 35:18 Minuten kurz vor Alex in die Wechselzone. Anders als beim Silberseetriathlon startete somit Corinna vor Sonja auf die Laufstrecken und schaffte es, die vor ihr liegenden Frauen zu überholen, was Platz 1 mit einer Gesamtzeit von 01:11:53 Stunden bedeutete!
Strahlende Corinna...

... diesmal vor Sonja
Werner beim Zieleinlauf
Erster Platz, Höhenluft schnuppern
Läufer Martin konnte mit der besten Laufzeit der Mixed Mannschaften (20:01 Minuten) ebenfalls viele Konkurrenten überholen und holte somit in 01:07:26 Stunden den 3. Platz für die zweite Mixed Mannschaft heraus. Die zweite Damen Mannschaft erreichte einen guten 4. Platz mit einer Gesamtzeit von 01:14:08 Stunden und auch die erste Mixed Staffel konnte einen 7. Platz von 28 Mannschaften erreichen (01:11.44 Stunden).
Auch ein erhöhter Ausblick vom 3. Platz
Alle gestarteten Mannschaften sind in den Top Ten ihrer jeweiligen Wertung, was wieder einmal bewies: Wir können nicht nur schnelle Autos bauen!
Viele Freunde und Verwandte kamen zum Anfeuern und Fotografieren vorbei, was mit Sicherheit zu den super Ergebnissen beigetragen hat und uns Sportler noch mal ordentlich gepusht hat.
Vielen Dank dafür!!
Unsere Triathleten
Corinna K. und Rainer G.
https://goo.gl/photos/osxjiuPgcxYCPsRu5
Zum Fotoalbum hier anklicken > KLICK <

2016 23. swb-Silbersee-Triathlon

Was wir hinter uns haben

Mercedes-Mädels Power!
Mercedes-Power-Frauen
Am Sonntag, den 31. Juli 2016 fand zum 23. Mal der Silbersee Triathlon statt und das erstmals mit zwei Damenstaffeln aus dem Mercedes-Benz Werk Bremen. Staffel 1, bestehend aus Dipika (Schwimmen), Isabelle (Radfahren) und Corinna (Laufen), meldete sich als „Mercedes-Power“ an.
Mercedes-Power v.l.n.r.: Isabelle, Corinna, Dipika
Daher fiel die Wahl des Staffelnamens für die zweite Mädels-Staffel nicht schwer: „Mercedes-Power die Zweite“. Diese setzte sich zusammen aus Jenny, Alex und Sonja (in der Startreihenfolge der jeweiligen Disziplin).
Mercedes-Power die Zweite v.l.n.r.: Sonja, Alex, Jenny
Der Tag begann leider mit langanhaltendem, starken Regen, so dass die Starter der Olympischen Distanz (1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen) nicht nur beim Schwimmen nass wurden. 
Das Wetter war regnerisch, aber beim Schwimmen wird man eh nass
Die Starts der Volkstriathlon Distanzen (500m / 20km / 5km) für Einzel- und Staffelstarter waren erst am Nachmittag, so konnten wir von dem besser werdenden Wetter profitieren.
Passend zum Start um 14:35 Uhr kam dann auch richtig die Sonne raus und die Strecke wurde trockener. Nach neun bzw. zehn Minuten kamen die Schwimmerinnen (Dipika 54 Sekunden vor Jenny) aus dem Wasser und liefen in die Wechselzone, wo der Staffelstäbe an die Radfahrerinnen Isabelle und Alex übergeben wurden.

Fahr mal wieder Rad
Auch hier blieben beide sehr nah beieinander. Auf dem letzten Kilometer zog Alex dann vorbei und übergab den Staffelstab an Sonja, vier Sekunden vor dem Wechsel von Isabelle auf Corinna. Beide lieferten sich ein spannendes Rennen und überholten den einen oder anderen Teilnehmer – und da beide Läuferinnen nicht überholt wurden, war frühzeitig klar, dass es um die Plätze eins und zwei ging. Angefeuert, gefilmt und fotografiert von Kollegen, Freunden und Lauffreunden ging es nach insgesamt 23:15 Minuten für Sonja ins Ziel, dicht gefolgt von Corinna mit 23:28 Minuten. Am Ende trennten die beiden Staffeln gerade mal 16 Sekunden.
Die letzten Meter liefen die anderen Staffelteilnehmer gemeinsam mit den Läuferinnen ins Ziel, sodass der Jubel umso größer war und sich alle einig waren: die „Mercedes-Power“ Teams haben tatsächlich abgeräumt. Nun hieß es warten bis zur Siegerehrung, die sich leider über 90 Minuten hinzog.
Platz 1 und 2 an Mercedes-Power
Das Warten hatte sich aber gelohnt. Mit den gezeigten Leistungen konnten die beiden Staffeln die ersten beiden Plätze in der Wertung „Staffeltriathlon Damen“ belegen und das mit einem deutlichen Vorsprung von vier Minuten vor der drittplatzierten Staffel. Auf dem Treppchen machten die Damen, ebenfalls wie im Wettkampf eine gute Figur. Mit den Worten „Ihr könnt nicht nur schnelle Autos bauen, sondern auch schnell Schwimmen, Radfahren und Laufen“ wurden die Ladies für die gezeigte Leistung ausgezeichnet und mit viel Applaus gewürdigt.
Der Lohn für die Mühe


Getreu dem Motto „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“ bereiten sich beiden Teams nun auf den City Triathlon in Bremen am 14. August vor. Vielleicht gelingt der Doppelsieg auch hier

Corinna K.

2016 4. Internationaler Triple-Marathon Eelde-Wardenburg

Was wir hinter uns haben

Diesmal lief ich, streng genommen, gar keinen Ultra. Anstregend war’s trotzdem! Und zum ersten Mal bin ich Letzter geworden (aber trotzdem sehr zufrieden!). Aber der Reihe nach:
Alle zwei Jahre findet der Triple Marathon von Eelde (NL) nach Wardenburg bei Oldenburg statt. Mal etwas Anderes, drei Marathons sind zu finishen, die Zeitvorgaben machbar, aber doch auch streng, weil die Startzeiten (obligatorisch für alle Läufer) der drei Marathons ja feststanden, und man allerspätestens bis dahin den Marathon vorher ja auch beendet haben musste (idealer Weise auch mit etwas zeitlichem Puffer, schließlich würden an den Marathon- bzw Etappenzielen in Blijham/NL und Esterwegen ausgiebige Verpflegung, Duschen und zum Teil auch Massagemöglichkeiten geboten).
Die Übernachtung erfolgte im Massenquartier in  einer Turnhalle in Eelde, der erste Start war um 5 Uhr angesetzt. Nach einer viel zu kurzen Nacht setzten sich die 74 Läufer in Bewegung Richtung Osten.
Frühstück in Eelde
Landschaftlich war der Marathon reizvoll, alle 10km gab es einen Verpflegungsstand, begleitet wurden die Läufer durch Fahrradbetreuer, die vor allem auch ein Auge auf die letzten im Feld hatten, dem Veranstalterfahrzeug und zwei Rettungswagen. Man fühlte sich schon gut umsorgt!
Beim ersten Mal läuft's noch gut...
Gelaufen wurde fast durchgehend auf Asphalt, auf Fahrradwegen entlang von Landstraßen oder Feldwegen. Die Strecke war exzellent mit blauen Pfeilen auf dem Boden markiert.
Allerdings für mich doch nicht exzellent genug, so dass ich fast 3 Kilometer extra gelaufen bin. Kein Grund zum Ärgern, aber das waren etwa 20 Minuten, die mir zur Regeneration  im Zwischenziel fehlen würden.
Örtchen Oude Pekala

Ziel Nummer 1 (Blijham) erreicht!!!
In Blijham kam ich dann nach 5 Stunden und 5 Minuten an. Zeit, etwas zu essen, sich umzuziehen, und dann 25 Minuten später am Start des zweiten Marathon des Tages zu stehen. Wer schneller läuft ist früher da und kann sich länger erholen.
Hmmm, keine Zeit, darüber nachzudenken.
Startschuss zum Marathon zwei: Blijham nach Esterwegen, bei den meisten nicht ganz so leichtfüßig wie heute Morgen.
Es läuft noch gut nach dem Start zum Marathon Nummer 2
Das Wetter war ziemlich wechselhaft, und es gab noch einen heftigen Gewitterregen. Zeit für mich, meine neue Regenjacke zu testen (Testurteil: Bestanden!).
Schietwetter
Die Strecke wurde eintöniger, flaches Land, endlos lange gerade Feldwege, nur die Wolken wechselten sich ab, es wurde zum Teil auch schwül und alle 10km eben Verpflegung. 5:51h für Marathon Nummer 2, diesmal ohne Verlaufen. Aber ich wurde die letzten Kilometer durch einen Fahrradbegleiter angespornt und geleitet.
Fast ohne Pause ging's weiter! Ich hatte schon ein wenig Stress, rechtzeitig zum Start des dritten Marathons an Ort und Stelle zu sein! Es reichte gerade für ein paar Nudeln, dann ging es weiter.
Am Start zum Marathon Nummer 3
Nun ja, noch eintöniger. Noch längere, gerade Feldwege und ich war vor allem noch langsamer. Ein wenig Abwechslung durch das Laufen entlang des Küstenkanals, endlich mal ein festgefahrener Schotterweg. Auch andere Läufer hatten enorm zu kämpfe und einige hatten den zweiten Marathon ausgesetzt, sind mit dem Reisebus ins Zwischenziel gefahren, haben sich etwas ausgeruht und waren nun beim dritten wieder dabei.
Erwischt. Nur noch ein "Halber" zu laufen...
Aber nach Kilometer 20 und trotz der guten Stimmung der beiden Ultrafriesen Wolfgang und Andres, die den dortigen Verpflegungspunkt bemannten, ging so schnell nichts mehr. Ich schloss mich zwei anderen Läufern an, die die letzten zwanzig Kilometer „nur“ noch zügig marschieren wollten. Immerhin kamen wir auf 6km/h, und gerade noch vor Zielschluss erreichte ich nach 6 Stunden und 54, kurz vor Mitternacht, Wardenburg.

Zwar bin ich als Nummer 39 und damit als Letzter ins Ziel gekommen, aber eben nur wenn man die Läufer betrachtet, welche alle 3 Marathons gelaufen sind. Ein Teil des Feldes musste einen Marathon aussetzen oder ist die dritte Etappe nicht mehr angegangen. Nachdem ich den Juni weitgehend regeneriert habe, war das für mich schon ein geniales Ergebnis!
Vielen Dank auch an Veranstalter und die vielen, vielen Helfer und Fahrradbegleiter, die wegen uns das EM-Viertelfinale Deutschland-Italien verpasst haben. Respekt!!!

Weitere Infos und Bilder auf der Veranstaltungsseite...: Triple-Marathon.de

Stefan S.

2016 13. 24 Stunden Burginsellauf Delmenhorst

Was wir hinter uns haben

13. 24 Stunden Burginsellauf Delmenhorst

Sonja:  „Wollen wir nicht mit einer Mädchenstaffel am 24 Stunden Lauf teilnehmen?“ Diese Frage war der zündende Funke, der dann das Feuer in der Laufgruppe entfachte. Erstaunlich schnell bekam Sonja die 10 erforderlichen Teilnehmerinnen zusammen. Klosi: „Das geht doch nicht, da brauchen wir auch eine Männerstaffel“. Tatsächlich schon schwieriger. Aber es klappte und so konnten die Vorbereitungen schon Wochen vorher beginnen.
Mädchenstafel: v.l. Sonja, Elena, Regina, Corinna, Nicole, Kristin, Alex, Sarah-Lena, Kristin, Nadine

Männerstaffel: v.l. Olli, Martin, Waldi, Sven, Frank S., Ingo, Klosi, Uli, Frank, Hakan, Bernardo
Erstaunlich, an was alles gedacht werden musste. Der größte Posten, vom Volumen her, waren die Zelte. Klosi erinnerte sich an seine Zeit als Pfadfinder und griff auf alte Beziehungen zurück. Wir konnten für kleines Geld zwei Zelte bekommen. Soweit, so gut. Unsere Damen schossen wieder vor und besorgten sich, nach erforderlicher Erörterung der richtigen Farbe,  einheitliche Laufhemden mit entsprechendem Aufdruck.
Mädchenlaufhemd
Klosi: „Sowas brauchen wir auch.“ Ohne eine Erörterung der Farbe, Männer eben,  wurde die durch Klosi zielgerichtet einfach festgelegt. Es wurden also dann für die Männerstaffel ebenfalls Laufhemden mit Aufdruck besorgt.
Männerlaufhemd
Grill, Grillgut, Salate, Brot, Tische, Stühle, Bier, Wasser, Liegen (keine Luftmatratzen wegen möglichen Regens), Schlafsack, Kuscheltier, Smartphone, Laufuhr, Laufbekleidung etc. Leute, es ist erstaunlich, was alles bedacht werden muss! Aber Sonja und Klosi behielten alles im Blick und die Vorbereitungen wurden zielgerichtet abgeschlossen. Dann am Freitag, 17. Juni 2016, ging es los. Eine Handvoll Leute traf sich zum Zeltaufbau auf dem Parkplatz vor der GraftTherme.
Da wir alle gut über WhatsApp vernetzt sind, kamen die ersten irritierenden Meldungen über den Fortschritt des Zeltaufbaus: „Die Zelte stehen, wenn man das Zelte nennen kann.“ „In die Zelte passen 6 Liegen, wenn ihr eng beieinander liegt.“  „Klamotten auf die Liege, Olli mit nem Bier vors Zelt. Problem gelöst!“ „Aber die Pavillons stehen 1A.“ (Olli bin übrigens ich).
Da waren wir aber alle gespannt, als wir dann am Samstag auf das Gelände kamen. Dreimal um den Platz gelaufen, keine Zelte von uns zu sehen, wo stecken die nur? So klein können die doch nun auch nicht sein? Dann, eingebettet zwischen den Luxusbehausungen der anderen Laufgruppen: das Sternen Camp. Ja, die Pavillons sahen in der Tat hübsch aus. Die Zelte hingegen wurden offensichtlich mit dem, was man in den geliehenen Zeltsäcken vorgefunden hatte, zusammengeflickt. Aber es sind tatsächlich Zelte dabei heraus gekommen. Das reichte so.
Die Pavillons sehen schön aus
Vielen Dank an das Aufbauteam!

Alles fieberte dem Startschuss entgegen. Aber zunächst mussten die offiziellen Mannschaftsfotos geschossen werden. Und wieder der Auftritt unserer Mädchenstaffel: Gleichfarbige Laufsocken, wenn schon, denn schon. Also, alles umziehen!
Die Laufsocken müssen zum Outfit passen
Bei den Männern ging es schneller. Foto, zack, fertig, siehe oben. 
Die Damen brauchten noch eine Beinbild, zugegeben, sehr ansehnlich. 
Beinbild mit Betreuerin Jenny (li.)
Nun konnte es also loslaufen. Waldi und Frank S. gingen denn mal zum Warmlaufen und das führte dann zu dem Ergebnis, dass sich Frank S. verletzte. Fazit: Warmlaufen kannst du dich auf den ersten Kilometern deines Laufes, niemals vorher! Frank S. fiel endgültig aus, da waren es nur noch 9 kleine Männerläufer.
Der Einsatzplan wurde angepasst, die Leistungsträger mussten noch mehr Leistung tragen.
Einsatzplan Männerstaffel
Dann, pünktlich um 12:00 Uhr am  Samstag, den 18. Juni 2016, ging es los. Die ersten Läufer rannten über die ca. 1,2km lange Strecke. Sonja und Klosi, unsere jeweiligen Staffelführer, eröffneten den Rundenreigen.
Klosi erklärt Sonja die Ideallinie
  video
Einfach erklärt, es gab Einzelläufer, die liefen, wie der Name schon sagt, die 24 Stunden alleine. Und es gab Teams, bei denen die Aufgabe darin bestand, dass nach einer Runde zwingend der Staffelstab an einen anderen Läufer des Teams übergeben werden muss. Klosi hatte den Einsatzplan so ausgetüftelt, dass wir stundenweise jeweils in Gruppen von 4 bis 6 Läufern unterwegs waren.
In der Nacht dann nur mit 2 Läufern jeweils eine Stunde, was den anderen dann eine Ruhepause von ganzen 4 Stunden verschaffte. Wir hatten auch einen Einzelläufer auf der Strecke, Martin M., der gelegentlich bei unserem Camp vorbei schaute und auch einmal eine Mütze voll Schlaf genommen hat, nachdem er in der Nacht bei uns im Zelt ausgiebig von seinen Erlebnissen auf der Strecke berichtet hat.
Einzelläufer Martin, Ziel: 125km
Prima, wo waren noch gleich die Ohrenstöpsel? Ach ja, das Wetter. War da nicht noch der Regen? Irgendwann so um 18:00 Uhr regnete es. Aber richtig. Mich hat es auf der Laufstrecke erwischt. Das ist absoluter Mist. Mir dämmerte, dass es so werden könnte wie wir es erst vor kurzem bei der Schönbuch Trophy erlebt hatten, nur flacher. Aber auch andere waren betroffen.
Nun wurde es matschig, hier auch den korrekten Sitz des Startnummernhalters beachten!
Problem: Nach einer Runde ist alles vorbei, man ist klatschnass, steht in der Gegend rum, friert und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Im Camp war Landunter. Gut, dass wir Liegen hatten. Alles wurde darauf gestellt, der Plan ging auf. Unsere Bekleidung blieb trocken, aber nicht lange. Langsam hatte man keine Laufhemden mehr zum Wechseln. Entweder der Regen hatte für Durchnässung von außen gesorgt oder aber die dem Menschen eigene Art, mit Überhitzung umzugehen, trug dazu bei, dass bald überall im Camp nasse Klamotten darauf warteten, erneut zum Einsatz zu kommen.
Olli vor den nassen Laufhemden
Es wurde Abend. Der Grill wurde von Klosi entfacht.
Klosi beim Angrillen
Seltsamerweise hielt sich der Hunger der Läufer in Grenzen. Die Salate wurden gerne angenommen, auch Würstchen gingen ganz gut, aber die großen Fleischmassen blieben in den Verpackungen. Es war von oben jetzt trocken, aber feucht und ungemütlich, so richtige Stimmung rund um den Grill kam nur kurz auf.
Männer beim Grillen
Das Bier blieb im Kasten, keiner mochte so richtig was Alkoholisches, zu unsicher war man, was die Nacht wohl bringen würde. Um 00:00 Uhr war der Schreiber dieses Textes dann wieder dran, eine Stunde nur mit Hakan zusammen Runden drehen.. Es sollte nicht einfach werden. Kaum auf der Strecke, ging der Regen wieder los. Popokarte. Auch das ging vorbei und um 01:00 Uhr ging es dann ins Camp auf die Liege. Nachdem der Redefluss von Martin durch Ohrstöpsel akustisch gedämpft war, konnte ich sage und schreibe gute 2 Stunden schlafen. Dann, gegen 4 Uhr morgens, die schwerste Aufgabe: Verlassen des warmen Schlafsacknestes und hochmotiviert in die nassen Laufschuhe, das nasse Laufhemd und die nasse Laufhose reinkriechen. Herrlich, sollte man unbedingt mal gemacht haben!
Um 5:00 Uhr war wieder Einsatz auf der Strecke. Abgehakt. Pause. Wenn ich eines in schlechter Erinnerung habe, dann die Pausen. Gerne wäre ich öfter gelaufen. Immer dieser Wechsel von warm auf kalt, sehr unangenehm.
Vom Veranstalter wurde ein Frühstück angeboten. Brötchen und Kaffee. Lecker. Unsere Staffeln hatten ihre Positionen, die Frauen auf dem 3., die Männer auf dem 2. Platz, über Nacht halten können.
Position 3
Position 2
Jetzt hieß es, diese Positionen festigen, wenn möglich ausbauen. Martin, Startnummer 125, unser Einzelläufer, quälte sich zu seinem angekündigten Ziel: 125km wollte er noch schaffen und er würde sie erreichen, es war ja noch genug Zeit.
Startnummer und gelaufene Kilometer im Einklang, Martin!
Die ganze Zeit unseres Aufenthaltes in Delmenhorst bekamen wir Besuch. So haben uns Peter und Stephan aufgemuntert, Oz kam mit Frau, Kind und Hund, Stefan, Gerhard, Michael, Basti, unsere Rakete, schaute ein wenig traurig den Läufern hinterher, da er selbst eine Verletzung auskurieren muss. Basti wurde sogar in der Nacht zur Unterstützung von Martin auf der Strecke gesichtet.
Peter (auf eigenen Wunsch leicht retuschiert :-), und Stephan
Der stetige Wechsel von warm auf kalt, das ständige schnelle Anlaufen, womöglich das Schuhwerk oder gar der schlechte Trainingszustand, setzten mir mächtig zu. Mein linkes Knie zwickte und ich tat besser daran, meine Mitläufer zu bitten, mich zu ersetzen. Da waren es nur noch 8 kleine Männerlein.
Hier muss der Teamgeist erwähnt werden: Einer für alle, alle für einen. Der Teamsspirit war bei den beiden Staffeln einzigartig. Wenn man bedenkt, dass wir ein bunt zusammen gewürfelter Haufen waren, also man sich nicht unbedingt aus einer gemeinsamen Vergangenheit her kannte, so hat sich einer auf den anderen verlassen können. Ohne Wenn und Aber! Das ist auch ein Erlebnis. Sollte man mal erlebt haben.
Langsam gingen auch die 24 Stunden auf ein absehbares Ende zu. Die Plätze waren sicher, so dass wir uns den Luxus erlauben konnten, die letzte zu laufende Runde gar nicht erst ganz durchlaufen zu müssen. Gleich nach dem Anbruch der letzten Runden trafen wir uns zum Ablegen des Staffelstabs.
video
Geduldig wurde auf den Feinmesser gewartet. Dann ging es auch schon an den Abbau des Camps. Wie allgemein üblich, sind Männer da, dann sollte man sie mal machen lassen. Zuschauen oder arbeiten hielt sich geschlechterspezifisch die Waage.
Abbauen
Zuschauen
Die Siegerehrung war dann Formsache, alle haben sich nochmals auf die Schulter geklopft (Männer) bzw. herzlich umarmt (Frauen) und dann ging es ab nach Hause, ach ja, bei durchbrechendem Sonnenschein.
video 
2. Platz für die Herrenstaffel
3. Platz für Martin (mitte) in seiner Altersklasse Einzelläufer
3. Platz für die Frauenstaffel
Es war ein gelungenes Wochenende mit vielen neuen Erfahrungen. Nächstes Jahr wieder?
Auf ein Wiedersehen!?
https://goo.gl/photos/osxjiuPgcxYCPsRu5
Zum Fotoalbum hier anklicken > KLICK <
Und dann war da noch der Streckenrekord: 211,541km in 24 Stunden, gelaufen von Anke Libuda. Da bekomme ich Gänsehaut schon beim Gedanken an diese Leistung.

Olli
Ergänzung:
Natürlich ist nur im Zusammenspiel aller Beteiligten so ein schönes Erlebnis realisierbar, deshalb meinen Dank an alle! Mein ganz persönlicher Dank gilt Sonja und Klosi, die es geschafft haben, solch ein Event zu organisieren. Mein großer Respekt gilt Klosi, der sich um die Zelte gekümmert hat, was mit dem Event leider nicht zu Ende war. Ich ziehe meinen Hut vor Dir, mein Lieber!
Klosi und Olli (ohne Hut)